Wertschätzung und Förderung der ehrenamtlichen Tätigkeiten

Wertschätzung, Unterstützung und Förderung des Ehrenamtes als wichtigen Grundpfeiler einer lebendigen Gemeinde

 

Nicht erst die Coronazeit hat deutlich gemacht, wie wichtig bürgerliches Engagement

für eine lebendige Gemeinschaft ist.

Dieses bürgerliche Engagement ist in so vielen Bereichen des sozialen Lebens unverzichtbar.

In ihnen allen sind Menschen für ihre Gemeinschaft aktiv, ob in Vereinen, im Katastrophenschutz, in Initiativen, als helfende Nachbarn oder in der Kommunalpolitik.

 

Ziel ist es, Experten aus allen Bereichen zur Verbesserung der Bedingungen bürgerschaftlichen Engagements in der Gemeinde ins Gespräch zu bringen, Perspektiven und Erfahrungen zusammenzutragen und schließlich konkrete Projekte zu realisieren.

Förderung des ehrenamtlichen Engagements bedingt eine Bestandsaufnahme

und eine Strukturierung der vorhandenen Möglichkeiten.

Es gibt bereits heute genügend Netzwerke, die allein durch die vorhandenen Strukturen in Vereinen, Verbänden, in den Kirchengemeinden usw. entstanden sind.

Damit Engagement vor Ort bestmöglich gedeihen kann, ist es wichtig, sich diese Netzwerke nicht nur zu vergegenwärtigen, sondern auch in ein Netzwerk der Engagementförderung einzubinden – idealerweise mit einer Koordinationsstelle, einer Anlaufstelle für Engagierte und weitere Akteure.

 

Wie kann dieses Engagement von der politischen Ebene und von der engagierten Basis gemeinsam bestmöglich für den Ort gestaltet werden?

Die politische Ebene kann in Zusammenspiel mit der Verwaltung vor Ort gute Rahmenbedingungen für Engagement fördern, als Initiierende oder Unterstützende.

Sie können es möglich machen, Beteiligung als Chance, Mitbestimmung und demokratische Verfahren als wertvoll erleben zu können.

 

Wer will, dass Bürger Verantwortung übernehmen und gestalten, der muss das Gestalten auch zulassen.

Gestalten heißt, Menschen mitzunehmen, sie zu beteiligen – und die Ergebnisse von Beteiligung auch ernst zu nehmen.

Denn die Zufriedenheit mit seinem Wohnort und seinen Lebensverhältnissen hängt auch damit zusammen, ob Menschen das Gefühl haben, ihre Geschicke mit beeinflussen zu können und gehört zu werden.

Teilhabe ist der zentrale Kern, der auch Einfluss auf das politische Selbstverständnis als Teil eines demokratischen Systems hat.

 

(Text teilweise entnommen aus einem Leitfaden des Bundesnetzwerkes Bürgerschaftliches Engagement: Zusammen-Leben vor Ort)

 

TYPENBILDUNG IM BÜRGERSCHAFTLICHEN ENGAGEMENT

 

Die „Stützpfeiler“ sind stark formalisierte Gruppen, die i.d.R. über Dritte finanziert werden. Engagierte können sich in der Gruppe engagieren, ohne sich selbst an der Organisation und Entscheidungs-findung beteiligen zu müssen. Teilweise übernehmen die Gruppen hoheitliche Aufgaben. Das sind vor allem Freiwillige Feuerwehren, zu einem kleineren Teil Kirchgemeinden. Beide Gruppen sind aufgrund ihrer starken Formalisierung sehr stabile und dauerhafte Organisationen, in denen sich freiwilliges Engagement entfalten kann.

An die Kernaufgaben angegliederte Gruppen für Kinder und Jugendliche bzw. Ältere verstärken die Einbindung ins Gemeinwesen.

 

Die „Alltagshelden“ sind in der Regel Vor-Ort-Gruppen, die in überörtliche Strukturen eingebettet sind. Die Aktiven können sich mit einzelnen Schwerpunkten engagieren, ohne direkt in der Struktur und Organisation aktiv zu werden. Sie haben jedoch mehr Spielraum bei den Themen und Aktivitäten, denen sie sich widmen. Es geht in dieser Gruppe vor allem um Freizeitangebote.

Hier treffen sich Gleichgesinnte für bestimmte Ziele – die Basis für stabile soziale Netzwerke und Teilhabe.

 

Als „Leuchttürme“ werden die eher unabhängigen Organisationen bezeichnet. Sie weisen ein hohes Maß an Eigeninitiative auf und machen von konkreten Aktionen bis hin zur Organisation, Finanzierung, Koordination des Vereins alles selbst – ohne übergeordnete Strukturen. Sie wurden „Leuchttürme“ genannt, weil sie innerhalb ihres Wirkungsbereiches eine Anlaufstelle sind für diejenigen, die sich engagieren wollen. Es sind Akteure, die Kulturangebote machen (Musik, Theater, Mundart…), Heimat- und Dorfvereine, die das dörfliche Gemeinschaftsleben u.a. als Feste in die Hand nehmen und koordinieren, Geselligkeitsvereine, die beispielsweise Senioren vernetzen, und Fördervereine für Schulen, Kitas oder Museen.

 

Die „Gestalter“ haben sich ebenfalls in Eigeninitiative entwickelt. Sie verfolgen aber über Einzelanliegen hinaus strategisch die Entwicklung des Ortes oder des demografischen Wandels. Teils aus Unzufriedenheit heraus entwickeln sie Zukunftsperspektiven für die Gemeindeentwicklung. Zu diesem Cluster gehören z.B. freie Bürgerlisten sowie konkrete Gruppen und Vereine. Oft sind die Gruppen klein, aber erzeugen schnell Wirkung und bringen ihre Themen auf die Agenda.

Hessen sagt Danke – mit der Ehrenamtscard

Mit der Ehrenamtscard (E-Card) hat das Land Hessen ein völlig neuartiges Instrument zur Förderung und Anerkennung freiwilligen Bürgerengagements geschaffen und sagt mit der E-Card „Danke!“ Denn für die E-Card kann man sich etwas „kaufen“: Inhaberinnen und Inhaber der Karte erhalten in ganz Hessen gültige Vergünstigungen auf zahlreiche öffentliche und private Angebote. Jeder, der sich mindestens fünf Stunden pro Woche für das Gemeinwohl einsetzt, kann die E-Card bekommen. Partner des Landes sind die hessischen Landkreise, kreisfreien Städte und Sonderstatusstädte. Bis heute wurden hessenweit rund 19.000 E-Cards ausgegeben.

 

(Text teilweise entnommen aus einem Leitfaden des Bundesnetzwerkes Bürgerschaftliches Engagement: Zusammen-Leben vor Ort)

 

Engagement in Stadt und Landkreis Fulda

 

Sie suchen nach einer ehrenamtlichen Tätigkeit oder sind bereits engagiert?

Dann sind Sie bei  https://www.engagiert-fulda.de  genau richtig!

 

Auf dieser Homepage haben Sie die Möglichkeit, einen Einblick in das umfangreiche Ausbildungs- und Fortbildungsprogramm der freien Träger, Vereine und Verbände aus Stadt und Landkreis Fulda zu bekommen.

 

Zudem finden Sie allgemeine Informationen rund um das Thema Engagement.